Prof. Axel Venn - Farbe - Kunst - Design- System - Ästhetik
Prof. Axel Venn - Farbe - Kunst - Design- System - Ästhetik 

Axel Venn - Ausstellung im Atelier • Kunstraum

Bilder mit Format Kustraum Axel Venn Ausstellung BILDER MIT FORMAT - AUSSTELLUNG IM KUNSTRAUM

Kunst in Friedenau November Ausstellung

Axel Venn: Gedanken zur Vernissage „Novemberausstellung“  am 19. Nov. 2015

 

Sich ein Bild von etwas zu machen, ist Anlass genug.

 

Eine strategisch-gestalterische Absicht entdecke ich bei mir zumeist nicht.

Eine Ahnung, Hoffnung, einen Wunsch nach Qualität oder inhaltlichen Merkmalen bestehen.

 

Der eigentliche Prozess des Geschehens verläuft absichtsvoll- unbeabsichtigt nach heuristischen Modellen, aus denen ich versuche, anschließend nach der Fertigstellung des Sujets, meine kognitiven Erkenntnisse zu ziehen.

 

Malerei ist ein fortwährender Lernprozess, der  von kybernetischen, seltener logischen Regelungen begleiten wird.

 

Das sind durchaus menschliche Vorgehensweisen. So ist der Kopf in erster Linie die Schaltzentrale unserer biologischen Existenz. Dass das logische Bewusstsein Teil von ihr ist, ist ein Wunder.

 

Ich rechne künstlerische Tätigkeiten und Fertigkeiten eher unseren atavistischen oder archaischen Begabungen zu: wie Empfindungen, Gefühlen und Intuitionen. – So sind auch die grafischen Inhalte meiner Bilder nicht vermessen, sondern mit den Augen, genauso wie die Farben, der Pinselduktus und die Amorphien und auch die Strukturen ertastet.

 

So erzähle ich zu den Bildern Geschichten, deren Texte nicht immer denselben Inhalt haben, sondern viele ermöglichen. Ich spreche hier immer von ein und demselben Bild. Ich meine, das ist der große Vorteil der Abstraktion. Sie trägt Meinungs- und Interpretations-Vielfalt in sich selbst.

Axel Venn - Ölgemälde abstrakte Kunst - wild mit Streifen und Flächen AXEL VENN „WEGE AM MOND VORBEI“ 2015 167 ÖL AUF LEINWAND 160X160

Speech von Christian Ebeling zur Novemberausstellung

 

Ich begrüße Sie ganz herzlich zu der 2. Einzelausstellung mit Arbeiten von Axel Venn.

Bevor auch der Künstler ein paar Worte zu Ihnen sprechen wird, lassen sie mich kurz auf die Ausstellung und die gezeigten neuen Werke aus meiner rein subjektiven Perspektive eingehen.

 

Diejenigen, die die letzte Ausstellung hier gesehen haben, werden heute sicherlich eine Veränderung im Schaffensprozess des Künstlers feststellen. Waren die Bilder aus den letzten Jahren noch durch eine eher informelle Malerei geprägt, so steht jetzt das grafische Element im Vordergrund. Wir sehen also einen Sprung von der lyrischen Abstraktion zu einer eher konstruktiven Abstraktion, also einer Malerei, die geometrische Strukturen visualisiert. Natürlich nicht mit der Strenge der klassischen konstruktivistischen Malerei. 

 

Bei manchen Bildern könnte man sogar meinen, dass eine figürliche Malerei zum Vorschein kommt. Ich denke aber, dass dies nicht beabsichtigt ist. Vielmehr ist es der Zufall, der uns diesen Eindruck vermittelt. Wenn es dennoch anders zu interpretieren sein sollte, bitte ich nachher um Korrektur.

 

Weiterhin spielt die Farbe eine große Rolle. Axel Venn versteht es eben, mit Farben umzugehen. Monotonie liegt ihm dabei fern. Die Gemälde zeigen durch den Einsatz verschiedenster Farben eine Leichtigkeit, beeindruckende Lebendigkeit und Lebensfreude auf, die den Betrachter einfach emotional berühren muss, ihn anregt, vielleicht sogar im positiven Sinne aufregen lässt. Dies ist, denke ich gerade im ersten Raum der Fall.

 

Ja, Kunst muss uns emotional ansprechen, damit sie als solche bezeichnet werden kann. Alles andere ist blutlose Kunst!

 

Dass die Bilder auch Geschichten erzählen, ist ein Aspekt, der Axel Venn sehr wichtig ist, wie ich aus unseren zahlreichen Gesprächen weiß. Das narrative Element ist eine Grundlage seines künstlerischen Schaffens.

 

Der Inhalt dieser Geschichten sollte allein durch die Betrachtung erfahren werden.  Nehmen sie die Titel daher nicht zur Grundlage, am besten sie ignorieren sie, fragen auch den Künstler nicht nach seinen Vorstellungen, sondern lassen sie alleine ihrer Phantasie freien Lauf. 

 

Ich persönlich bin von den hier ausgestellten Werken sehr begeistert. Woran ich das festmache: Zum einen stimmt natürlich die Ausführung, d.h. die malerische Qualität, das Kompositorische. Daneben weisen die Arbeiten für mich einen aktuellen Bezug auf, d.h. sie beschäftigen sich durchaus mit Themen der Zeit; ein Kriterium, das für die Beurteilung gelungener Kunst durchaus wichtig ist. Denn wenn Kunst uns die Welt erklären soll, dann braucht sie eben einen aktuellen Bezug, muss die Kunst auch Ausdrucksmittel unserer Zeit sein.

 

Lassen sie mich auch noch darauf hinweisen, dass alle hier ausgestellten Werke käuflich erworben werden können. Insbesondere sei auch auf die kleineren Formate hingewiesen, die sie im Flur sehen können. Die häuslichen Platzverhältnisse können nun nicht mehr für eine Kaufverweigerung herhalten.

 

Ich wünsche uns jedenfalls einen angenehmen Abend mit interessanten Gesprächen und übergebe nun an den Künstler. 

Ölbild Axel Venn 2015 - Ölgemälde abstrakte Kunst - bunt - 3d AXEL VENN „ZWISCHEN DEN SIEBEN MONDEN“ 2015 WN168 ÖL AUF LEINWAND 160X160

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Warum wir Kunst brauchen - Vortrag im Atelier Kunstraum

Bild von Vortragenden und Gesprächspartner: Warum wir Kunst brauchen - im Atelier Kunsraum - Berlin Friedenau Vortrag von: Christian Ebeling, im Gespräch mit Frau Raffaela Zenoni und Prof. Axel Venn im Atelier Kunstraum - Berlin Friedenau

GEDANKEN VON AXEL VENN ZUM THEMA
„WARUM WIR KUNST BRAUCHEN“

Als Diskussionsbeitrag und Nachtrag zum Vortrag

WARUM WIR KUNST BRAUCHEN,
weil sie der 
    
•    UNIVERSALE GRADMESSER DER FREIHEIT IST
•    UND EWIGKEITSMERKMALE BESITZT
•    DIE NACHHALTIGSTEN SIGNALE DER ZEIT BESETZT
•    HEIMLICHE, ABER ÜBERGROSSE MACHT VERFÜGT, WAS DEN DESPOTEN MISSFÄLLT
•    IHRE WIRKUNG STETS UND IRGENDWANN AN DIE OBERFLÄCHE DRÄNGT 
•    KUNST EIN DEMOKRATISCHES PARADIGMA DARSTELLT: SIE IST FÜR ALLE DA.

 

Ich halte Kunst für ein unverzichtbares Lebensmittel, dessen epikureische Qualität auf Grund eines lebhaften Augenschmauses erzeugt wird und große Begeisterung zur Folge haben kann oder zur blanken Apathie führt. Zweifellos geht es in der Kunst um ein Genussmittel von sinnlichem Reiz oder schwelgerischer Anmutung, von besänftigendem Ruhezustand, die bis zur leidenschaftlichen Teilnahme gesteigert werden kann.

 

Kunst bietet eine immerwährende Resonanzfläche. Wir sind die Angespornten und Ansporner zugleich. Durch ihre bloße Anwesenheit ist sie replikfähig. Eine dialogische Effizienz ist ihr ebenso zu eigen wie das Gegenteil: Mal gibt sie sich quietschlebendig, mal scheint sie verstockt und apathisch vor sich hin zu dösen. Sobald am frühen Nachmittag sonnenbeschienene, teils bewegte, teils ruhende Areale auf der farbigen Leinwand erscheinen, zeigt sich ihr wahres, chimärenhaftes Gesicht, das schier unendlich wandlungsfähig ist. – Diese chamäleonhaften „Spielereien“ erleben wir in erster Linie im privaten Umfeld. In den Museen herrscht zuhauf Erstarrung und eingedoste Beleuchtungsqualität, die an Convenience-Konserve erinnert.

 

Die Kunst, die wir in unseren vier Wänden haben, erhält eindeutige Hinweise auf uns selbst. – Sie bilden die algorithmischen Kennzeichen unserer Befindlichkeits-Skalierung. Häufig stelle ich mir die Frage, wenn ich fremdes Wohnterrain betrete: „Warum ist es hier so leer, so weiß, so durchsichtig, so sauber, gradlinig und perfekt?“ Oder aber: „Warum das Tohuwabohu klein- und kleinstteiliger Krimskrams, warum Chaos und Überfüllung?“ Ich denke, die Antwort und zugleich die Rezeptur zur Verbesserung lauten:

 

Wir brauchen Kunst, weil es sich mit ihrer Hilfe gehaltvoller leben lässt. „Ohne Kunst zu leben, ist möglich, aber sinnlos“. Loriot hatte einen etwas anderen Bezug hergestellt.

 

 

GEDANKEN VON RAFFAELA ZENONI ZUM THEMA
„WARUM WIR KUNST BRAUCHEN“

    
Als Diskussionsbeitrag und Nachtrag zum Vortrag

 

WARUM WIR KUNST BRAUCHEN 

 

und über die Spiegelung der Künstler und Rezipienten. 
Sie ziehen an einem Strang.

 

Wir sehen in einem Werk das, was wir selber zulassen, und somit bestimmen wir unsere eigendefinierte Sichtweisen.
In einem Bild entdecken wir eine umfangreiche Palette an Emotionen, zu der auch Gleichgültigkeit, oder emotionale Unberührtheit oder strikte Ablehnung, gleichermaßen gehören wie auch negativ oder positiv gestimmte, andauernde Berührtheit.


Die äußeren Bild-Umstände reflektieren die Intensität von Wirkung, von Spannung und Ruhe. Die Qualität des changierenden Eindrucks ein und desselben Sujets ist stets auch von der wechselnden emotionalen Befindlichkeit abhängig.


Auch wenn wir relaxed sind, und das vor uns stehende Werk, und die mit ihm verbundene Situation simultan unter Kontrolle haben, entsteht eine Spiegelung unseres Ichs von Nachhaltigkeit, die viel damit zu tun hat, ob deren Virtualität von Neugier, Begeisterung oder Gleichmut getragen ist.


Die Annahme einer Spiegelung mit dem Werk erklärt uns viel über uns. Auch das ist eine wesentliche  „Funktion“  der Kunst: der Dialog mit der eigenen und der betrachtenden Person. Das kann anstrengend sein, unbequem, erleuchtend, erquickend, erneuernd, eine Art Offenbarung, ein „Aha-Erlebnis“, und ungeahnte Erkenntnis sein. Für die Entwicklung ist sie bedeutsam für unsere Persönlichkeit und der Erkenntnisgewinnung im Allgemeinen.


 Ich wähle das Wort „Werk“ bewusst, weil es geschaffen wurde. „Kunst“ dagegen ist einem Aufkleber ähnlich. Sie lässt vieles offen. Das Werk ist eine Art Arbeitsbegriff, er verschafft sich Eintritt in Alltagssituationen. Schön, wenn der schaffende, werkende Alltag auf diese Weise aus „Kunst“ besteht.


Kunst besitzt für mich heilende Wirkung, weil sie bildhafte Episoden und Geschichten zu erzählen vermag. Eine wunderbare Nebenwirkung der Kunst – und das, ganze ohne Rezept. Kunst hat friedvolle Absichten. Die heroische Verherrlichung in Gestalt der Helden auf Schlachtenbildern ist hoffentlich für immer vorbei.

Kunst Ausstellung Farb-Affären in Friedenau

EINZELAUSSTELLUNG

 

26. Juni - 01. August 2015

 

Öffnungszeiten: Fr 13-18 Uhr/ Sa 11-17 Uhr und nach Vereinbarung
 

Eröffnung: Donnerstag, 25. Juni 2015, 18 - 21 Uhr
 

Ort: Atelier - Kunstraum Goßlerstraße 10, 12161 Berlin-Friedenau

 

Grußworte: 

 

Dr. Wolf D. Karl, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAL gGmbH
Christian Ebeling (Kurator)
 
Kontakt: Ebeling Art Consulting

Orber Straße 26 • D- 14193 Berlin (Germany) • Fon +49 (0 )30 275 95 230
info@ebeling-art-consulting.comwww.ebeling-art-consulting.com

 

Die Ausstellung wird gefördert durch die RAL gGmbH

 

 

Die Einladungskarte zur Ausstellung "FARB-AFFÄREN"
In dieser Einladung finden Sie neben den Terminangaben eine Anfahrtsskizze zum Atelier von Axel Venn
Einladung-Free-Art-Kunstausstellung.pdf
PDF-Dokument [418.2 KB]

AXEL VENN: DER FARBKÜNSTLER
Farbforscher und Farbexperte. 

 

„Die spielerischen, betörenden Illusionen, denen wir begegnen, heißen Farben“. Jede Farbnuance besitzt eine autarke Wahrheit. Farben und Formen haben ihre eigenständigen metasprachlichen, individuellen und kollektiven Inhalte.

 

„Darum nutze ich Farben aus phraseologischer Absicht aber auch zur phonetischen Klang-Partizipation.“ – Viele der Bilder basieren auf farbforscherischen Erkenntnissen, die auf der Entschlüsselung vorder- und hintergründiger Appelle der Einzeltöne und Kolorits beruhen. „Farben sprechen nicht nur unsere Sprache. Ihre Zugangs- und Versteckens-Kapazität sind universaler als wir denken.“ Die Kommunikationsfähigkeit der Koloraturen steht verbalen Botschaften ebenbürtig gegenüber. Formale Inhalte sind selten von poetischer Intensität wie rein-farbige Konzepte, die sich, losgelöst von umschließender Begrenztheit, der Enge entziehen.

 

„Die Sehnsucht nach dem Amorphen ist größer als nach zwei- und drei-dimensionalen Flächen und Kuben oder bloßer Dynamik.“ Ab und an jedoch ist das Bedürfnis nach konsequenter Definition und experimentellem Abschreiten ins Messbar-Begrenzte größer als die Liebe zum Ahnungsvollen. Die Rückkehr zum Ungefähren, ins Nebelhaft-Getrübte oder Unerkannt-Verwobene bleibt notorische Option.

VORWORT VON DR. WOLF D. KARL
Vorsitzender der Geschäftsführung der RAL gGmbH

 

Mit großem Vergnügen unterstütze ich die Ausstellung „FARB AFFÄREN“von Axel Venn in Berlin. Bestens bekannt ist mir Axel Venn als Flaneur zwischen den Welten von Farbe, Form, Kunst und Sprache. Eine Anzahl seiner bedeutendsten Farb-Bücher habe ich als Herausgeber begleitet. Zwischenzeitlich sind sie in 12 Sprachen übersetzt, einige von ihnen haben unter Kennern weltweit Kultcharakter erreicht. Axel Venn hat sich als Professor für Gestaltung sowie als Farbmentor national und international bekannt und daneben auch als Künstler einen Namen gemacht. Seit Jahren illustriert und initiiert er seine Fachbücher, die nicht nur wegen ihrer forscherischen Inhalte, sondern auch aufgrund ihres kreativen Ausdrucks Fachleute jeder Profession begeistern. Genauso lebhaft oder besinnlich wie sein Gestus sind seine meist großformatigen künstlerischen Arbeiten. Sie bestechen durch ihre Farbdichte, die mal feinziseliert, mal mit fühlbarer Intensität und kräftigem Duktus erfolgt. Er selbst möchte alle10 Millionen Nuancen, die Menschen in der Lage sind zu erkennen, mindestens einmal gemalt haben.

 

Am Ende des Katalogs demonstriert er, wie das aussehen kann. – Die Lust am Sezieren und Deuten, am Witz tolldreister Kombinationen oder poesie- und kunstvoller Kolorits und der Spaß an farbiger, gehaltvoller Prosa und bunter Abenteuer wird ihm so schnell nicht vergehen.

 

Aus der Kooperation von zwischen RAL und Axel Venn entstanden

"DAS FARBWÖRTERBUCH", der "COLOUR MASTER" und weitere Bücher

EINFÜHRUNG VON CHRISTIAN EBELING 
Kurator
 

 

Faszination der Farben, Leichtigkeit und Lebensfreude – all das steckt in den Bildern von Axel Venn. Seine Malerei entspricht damit so gar nicht dem deutschen Ideal, das eher von Schwermut, Asch- und Erdtönen getragen wird.

 

Das besondere Verhältnis zu den Farben, ihren Funktionen und Wirkungen, ist seiner jahrzehntelangen wissenschaftlichen Arbeit auf den Gebieten der Farbforschung und Farbanwendung geschuldet. Trotzdem wäre es falsch, seine Bilder nur unter dem Blickwinkel einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Farbe zu betrachten. Vielmehr arbeitet Axel Venn „tachis-tisch“ bzw. „informel“. Er befreit die Farbe aus den Fesseln einer vorgegebenen Form und öffnet seine Bilder für spontane, gestisch eruptive Aktionen. Das heißt, er komponiert nicht auf ein vorher geplantes Ergebnis hin. Stattdessen lässt er dynamische Prozesse anschaulich werden: Er fixiert den Malakt selbst im Moment höchster Konzentration als Bewegungsspur im Bild oder aber thematisiert Farbe als Material, um sie dabei aus allen form- und gegenstandsgebundenen Bezügen freizusetzen.

 

So entstehen von Energie getragene Momentaufnahmen, die die Emotionen und Fiktionen des Künstlers aufzeigen. Axel Venn offen-bart uns seine Gefühle und Ideen, lässt uns so nicht allein auf der Suche nach dem Sinn, indem er seinen Bildern grundsätzlich Titel gibt. Sein jüngstes Werk „Kabale und Liebe“ setzt auf eindrucksvolle Weise Leidenschaft und Liebe in die Malerei um. Die Kraft der Liebe explodiert förmlich vor dem Betrachter, setzt auch bei ihm Emotionen frei und lässt die innige Zuneigung zu einem unkontrol-lierbaren Farbereignis werden.

Das „Kartomantische Rätsel“ wirkt dagegen fast sachlich und lädt den Betrachter zum Denken ein. Eine geistige Schwere bleibt aber dennoch aus. Hierfür sorgen die eingesetzten Farben, die bei allem intellektuellen Anspruch das Bild weiterhin sehr heiter erscheinen lassen.

 

Dass seine Bilder auch durchaus einen dekorativen Charakter aufweisen, nimmt der Künstler nicht nur in Kauf, sondern es ist ihm sogar recht. Sinnlichkeit und Lebensfreude stehen für Axel Venn einem intellektuellen Diskurs nicht unüberwindlich entgegen. Ganz im Gegenteil. Seine Kunst baut gerade diese Brücke zwischen den genannten Ansprüchen. Denn eine gefällige oder rein plakative Kunst, die uns heute wieder häufiger begegnet, ist nicht seine Intention.

 

Insgesamt zeigt die Ausstellung neben einigen älteren vorwiegend neuere Arbeiten aus seinem umfangreichen Oeuvre. Betrachtet man nun die Kunst der letzten zwei Jahrzehnte, so wird deutlich, dass Axel Venn nie aufgehört hat, sich zu wandeln, zu verändern, an sich und seiner eigenen Vergangenheit zu arbeiten, stets alles Geleistete in Frage zu stellen. Wie lautet doch der schöne Satz in Lampedusas „Leopard“: „Die Dinge müssen sich ändern, wenn sie dieselben bleiben wollen“. Und das trifft genau auf Axel Venn zu.

 

Ich wünsche Ihnen bei dem Betrachten der folgenden Bilder jedenfalls viel Freude und hoffe, Sie auch bei einem Ausstellungsbesuch begrüßen zu dürfen.

Ausstellung "FARB-AFFÄREN" 

 

Eröffnung: Donnerstag, 25. Juni 2015, 18 - 21 Uhr

 

Ort: Kunstraum Goßlerstraße 10, 12161 Berlin-Friedenau
 

Zeitraum: vom 26. Juni - 01. August 2015
 

Öffnungszeiten: Fr 13-18 Uhr/ Sa 11-17 Uhr und nach Vereinbarung:

 

Kontakt: Ebeling Art Consulting
Orber Straße 26 • D- 14193 Berlin (Germany) • Fon +49 (0 )30 275 95 230
info@ebeling-art-consulting.comwww.ebeling-art-consulting.com

 

 

 

 

 

 

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